Der letzte Dreck

Fundgrube Bibliothek

Hin und wieder entdeckt man in der Bibliothek ja auch kleine Schätze, die man eigentlich gar nicht gesucht hatte. Komm sogar ziemlich oft vor!

Jedenfalls bin ich das letzte Mal in der Bibliothek über das Heft „Oya“ gestolpert. In einer der Ausgaben geht es um den „Boden“ im Sinne von Ackerboden und da dies ein wichtiges und mich interessierendes Thema ist, hab ich das Heft mitgenommen und gelesen.

Lustigerweise wurden einige Bücher erwähnt, die ich gelesen habe oder kenne und noch lesen möchte. Ich habe sozusagen eine kleine Zusammenfassung und Vorgeschmack auf diese Bücher bekommen. Eines dieser wichtigen Bücher ist z.B. „Dreck“, was ich bereits angefangen habe, aber noch nicht ausgelesen habe.

Nun ja, worum geht es?

Erosion unserer Nahrungsgrundlage

Grundsätzlich wird kritisiert, dass der Ackerbau, wie er heutzutage betrieben wird, an einigen Standorten langfristig dazu führt, dass die Fruchtbarkeit des Landes verloren geht. Gleichzeitig betonen die Autoren, dass Ackerbau schon immer ein Risiko für die Fruchtbarkeit des Bodens dargestellt hat, was auch nicht wenige Hochkulturen vernichtet haben soll. Durch die Bearbeitung des Bodens, zum Beispiel das Pflügen, und die langen Perioden ohne Bewuchs, kommt es zu Bodenerosion und somit Verlust von Humus. Außerdem muss große Sorgfalt auf Düngung und Fruchtwechsel verwendet werden, da sonst die Bodenfruchtbarkeit Jahr für Jahr weiter abnimmt. Bestes Beispiele für eklatante Abnahme der Nutzbarkeit von Ackerland durch nicht-standortgerechte Bewirtschaftung ist der Dust Bowl in den USA.

Erdöl auf unseren Feldern

In der moderenen Landwirtschaft ist mässige Bodenfruchtbarkeit zwar nicht zwingend ein Hindernis, um Erträge auf den Äckern zu erzielen, da es Kunstdünger gibt. Die Frage ist aber, wann Kunstdünger zu teuer oder gar unerreichbar werden könnte. Kunstdünger wird unter Aufwendung großer Mengen Energie und/oder erdölbasierter Ausgangsstoffe hergestelt. Das bedeutet, dass wenn das Öl teuer wird, auch der Kunstdünger teuer werden wird. Wie wohl auch der letzte mittlerweile mitgekriegt haben dürfte, wird das Erdöl aber nicht bis in alle Ewigkeit förderbar sein (Stichwort oil

Vergleicht man biologischen und konventionellen Ackerbau, so verbraucht der biologische Landbau zwar in den meisten Bereichen mehr Energie als der konventionelle, nimmt man jedoch die Düngung durch Kunstdüngung in der konventionellen Landwirtschaft hinzu, fällt das Endergebnis laut Rodale Institute) eindeutig aus: Konventionelle Landwirtschaft verbraucht deutlich mehr Energie als biologische Landwirtschaft (nachzulesen beim Rodale Institute).

Über Sabrina

Ich mag Schafe, Pferde, Hühner, meinen Ehemann Herr Nagezahn (:-D), Tee, Stricken und andere textile Handarbeiten, lese gerne Sachbücher und esse, koche und backe gerne. Noch lebe ich in einer Großstadt, bald geht es jedoch wieder zurück aufs (flache) Land!
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